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"Wir kennen uns jetzt ziemlich genau 1 Jahr, nicht wahr? Und du bist zwar nicht mehr die Nummer 1 in meinem Telefonbuch, aber du bist noch immer die Nummer 1 in meinem Herzen.
Ohne es beim Namen zu nennen, Honey, besteht zwischen uns zweien etwas Besonderes. Etwas Unbeschreibliches, was man nicht in Worte fassen kann.
Vielleicht bekommen wir eine zweite Chance. Mein Gefühl sagt mir Fasnet, klar und deutlich. Und das hat mich bisher selten getrügt." [10.01.2007]

Wie unheimlich verliebt ich in dich war. 
Kennengelernt habe ich dich übers Internet, Anfang Januar 2006. Es war nur eine Bekanntschaft unter vielen und du schienst mir auch nicht mehr als "ganz nett". Wir hatten schwachen Kontakt, der irgendwann abbrach, und den wir wieder aufnahmen, als ich icq bekam. Dennoch habe ich mit dir wie mit einem Fremden gechattet, denn das warst du für mich. Zum allerersten Mal gesehen habe ich dich Mitte - Ende Februar 2006, eigentlich nur durch Zufall. Wir waren mit unseren Franzosen im Point und du mit deiner Clique. Ich sah dich, erkannte dich und wusste sofort, dass ich dich mag.
Wir chatteten seit der ersten Begegnung oft & regelmäßig und begannen zu daten. Jedoch trafen wir uns nie alleine. Als du mich nach dem ersten Date fragtest war ich so froh, dass ich mein Glück kaum fassen konnte. Doch 2 Tage bevor das Date stattfinden sollte sagtest du ab:
"Es tut mir Leid, aber ich brauche jemanden zum Spaß haben, keinen, der mit mir über Gefühle redet."
Und so war alles, was wir uns aufgebaut hatten, erst einmal dahin. Futsch. Durch einen einzigen Satz zerstört. Mitte März 2006.
Ich wollte loslassen, versuchte mich abzulenken. Chattete nicht mit dir. Wollte dich nicht sehen. Doch wie verhext warst du immer da, wo ich auch war. Traf ich mich mit meinen Mädels, so warst du ganz in der Nähe mit den Jungs. Und da es nach einer Weile langweilig wurde und man in der Stadt umherlief, trafen wir uns ständig, zufällig. Ungewollt.
Und jeder der vielen prüfenden Blicke, die du mir zuwarfst, verletzte mich mehr. Aber ich wollte nicht weinen, nicht in deiner Gegenwart. Und das tat ich auch nicht.
Zuhause konnte ich die Tränen nicht zurückhalten, und auch in der Schule flossen sie zahlreich. Meine Mädels hatten eine Riesenwut auf dich und meine Kumpels wollten dich verschlagen.
All die Sprüche wie "Vergiss ihn, wenn er dich nicht will ist er ein Vollidiot." ; "Er hat eh nur Rauchen und Saufen im Kopf!" ; "Du bist so ein hübsches Mädchen mit erstaunlicher Intelligenz, Humor und tollem Charakter. Wenn er das nicht erkennt, zum Teufel mit ihm!" ,
klingen mir heute noch im Kopf.
Mein Verstand bestätigte dies alles, aber mein Herz konnte dabei nicht mitspielen.
So ging das einen vollen Monat lang. Jeden Morgen wachte ich auf und mein erster Gedanke war dein Name. Jeden Abend schlief ich ein, dein Bild vor meinen Augen. Tränen bahnten sich immer neue Wege.
In dieser Zeit haben meine Freunde alles nur erdenkliche für mich getan, doch es half nur schwach.
Einen Monat lang habe ich nicht gelebt. Ich habe überlebt. Von einer Chance, dich zu vergessen, habe ich mich zur nächsten gezogen.

"Ich bin machtlos. Willenslos. Kraftlos. Es ist mir alles egal, ich habe aufgegeben, keine Hoffnung mehr.

Ohne dich macht nichts mehr Sinn,
Alles, alles ist dahin."


Tagebuchauszug, 18.3.06


Und ich habe mich immer wieder dabei erwischt, mir zu denken, dass du mich eben doch liebst. Ich glaube auch heute noch, dass ich Recht damit hatte. Warum hast du mich immer angeschaut?

Irgendwann fing ich wieder an, zu leben. Zwar nicht übermäßig glücklich, aber ich lebte. Und wir hatten wieder Kontakt. Es wurde Freundschaft daraus. Dennoch blieben allen um uns herum immer Restzweifel, ob da nicht doch mehr sei. "Sicher, dass das nur Freundschaft ist?" und "Ihr seid soooooo süß zusammen", das durften wir uns immer anhören. Okay, ich gebe zu, ab und an konnte man es wirklich denken.
Der Höhepunkt dieser Ereignisse war Ende November 2006 auf einer Party. Volle 3 Stunden saßen wir beide auf einem Sofa und unterhielten uns. So eng beieinander, dass unsere Nasen sich schier berührten. Wir konnten die Augen nicht voneinander lassen. Und wir nahmen niemanden um uns herum wahr.


"Da stand er, mit dem Rücken zu mir, am Eingang. Ich tippte ihm auf die Schulter. Er bemerkte nichts. Ich winkte mit meiner Hand vor seinem Gesicht hin und her. "Hallo?" Endlich, eine Antwort. "Ah, hey!" Er umarmte mich. Dann begrüßte ich die anderen. Er stand ein paar Meter von mir weg und ich sah, wie er mich von der Seite musterte. Es war kein Blick, der Freundschaft ausdrückt, sondern ein begehrender, heißer Blick. Feurig.
[...]
Am Anfang kamen ab und an andere Leute vorbei, die sich mit uns unterhalten wollten, doch sie merkten relativ schnell, dass wir nur Augen füreinander hatten und nicht auf andere eingingen.
Wir schwelgten auch ein wenig in Erinnerungen, denn wir hatten viele gemeinsamen.
[...]
Eine Schulfreundin fragte mich, als ich sie verabschiedete, ob er mein Freund sei. Eine sehr gute Freundin ebenfalls.
[...]

Unsere Gesichter waren gerade einmal so weit voneinander entfernt, dass unsere Nasen sich nicht berührten.Wir haben uns oft innig in die Augen geblickt. Einmal haben sich unsere Hände - fast zufällig - berührt und wir hätten uns fast geküsst. Fast. Doch dann hielten wir beide inne und grinsten uns an, bis er das Gespräch wieder aufnahm.
Um 1 Uhr ging er und umarmte mich innig. Ich wollte ihn gar nicht gehen lassen."
[Auszug Tagebuch, 26.11.06]


Doch auch diesmal wurde daraus nichts. Er war seltsam. Einmal konnte er gar nicht von mir lassen und suchte Nähe, einmal ging er extrem auf Abstand.
Doch seit 3 Monaten sind meine Gefühle für ihn nur noch auf absolut freundschaftlicher Basis. Dennoch werde ich ihn und diese schöne Zeit meines Lebens, meine 1. große Liebe, nie vergessen. Wir gehen inzwischen locker miteinander um, wie Freunde das tun.